Berufsschule für
Zahnmedizinische Fachangestellte

Haiti-Hilfe

Projekt Cap Haitien

Im Rahmen der Werterziehung gem Art. 131 der Bayerischen Verfassung unterstützt die Berufsschule seit mehr als 15 Jahren ein SOS Kinderdorf in Haiti.
Schülerinnen und Schüler der Berufsschule verzichten auf das Pfand für ihre Pfandflaschen zugunsten des Projekts Cap Haitien. Das Kinderdorf Cap Haitien befindet sich an der Nordküste Haitis. Haiti ist das Armenhaus Amerikas.

Bisher wurden durch diese Aktion gesammelt:

27.091,92 Euro (Stand Juli 2016)

 

Näheres zu SOS-Kinderdörfern unter der Adresse: http://www.sos-kinderdoerfer.de

 

Für was werden die Spenden verwendet?

Die Herbert-Gmeiner-Fonds Deutschland schickten uns 2014 und 2016 folgende Informationen zu dem SOS-Programm Cap Haitien (die Berichte werden hier gekürzt wiedergeben):

1. Situation in Haiti

Haiti ist eines der ärmsten Länder der westlichen Welt.
Die Hauptstadt Port-au-Prince, ehemals wichtigster Hafen und wirtschaftliches Zentrum Haitis, wurde im Januar 2010 von einem schweren Erdbeben größtenteils zerstört. Geschätzte 200.000 Tote, zahllose Obdachlose und allein stehende Kinder sind die traurige Bilanz der Katastrophe.
Die Armut der Bevölkerung war jedoch schon vor dem Beben unermesslich, verstärkt durch politische Unruhen, die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise sowie durch Naturkatastrophen wie Überschwemmungen und Wirbelstürme. Ende Oktober 2012 wurde das Land erneut von einem heftigen Wirbelsturm namens Sandy getroffen.

2. Konzept der SOS-Programme in Haiti

Die SOS-Programme wollen mit SOS-Kinderdörfern, SOS-Jugendeinrichtungen, SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen, SOS-Sozialzentren und einem Berufsbildungszentrum die krisengeschüttelte haitianische Bevölkerung unterstützen.
In Haiti gibt es

  • drei SOS-Kinderdörfer; eines in Port de Prince, eines in Cap Haitien und seit Sommer 2014 ein drittes in Les Cayes (Das neue SOS-Kinderdorf in Les Cayes hilft hauptsächlich Kindern, die durch das Erdbeben am 12.01.2010 ihre Familie verloren haben.)
  • mehrere SOS-Jugendeinrichtungen,
  • drei SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen,
  • mehrere SOS-Sozialzentren und
  • ein Berufsbildungszentrum.

Die SOS-Kinderdörfer e. V. hilft also nicht nur durch Kinderdörfer. Man begann man zwar an jedem Standort mit einem Kinderdorf, doch die Unterstützung wurde inzwischen auf andere Einrichtungen ausgedehnt. Besser ist es daher, statt von SOS-Kinderdörfern von SOS-Programmen zu sprechen.

2.1. Kinderdörfer

In SOS-Kinderdörfern finden elternlose und verlassene Kinder ein neues Zuhause. Sie wachsen dort in der Geborgenheit einer SOS-Familie auf. Jeweils fünf bis zehn Mädchen und Jungen leben gemeinsam mit ihrer SOS-Mutter in einem Familienhaus. In einer Dorfgemeinschaft leben 10 bis 15 SOS-Kinderdorf-Familien. Die Kinder bleiben bis ca. ihren 14. – 16. Lebensjahr in den Familienhäusern Danach wechseln sie an eine höhere Schule oder beginnen mit einer Ausbildung.
Es gibt auch Familienhäuser, die durch SOS-Väter oder SOS-Ehepaare geführt werden. Doch in der haitischen Gesellschaft ist es immer noch üblich, dass die Männer außer Haus zur Arbeit gehen und die Frauen sich um Haushalt und Kinder kümmern.