Berufsschule für
Zahnmedizinische Fachangestellte

Neuer Erste-Hilfe-Kurs an der Berufsschule

Am 1. April 2015 trat die neue Richtlinie der Berufsgenossenschaften BGV-A1 zur Ersten Hilfe offiziell in Kraft.

Darin wurde die betriebliche Ersthelferausbildung von 16 auf 9 Unterrichtsstunden gekürzt.

Gleichzeitig wurde die Fortbildung von Ersthelfern von 8 auf 9 Unterrichtsstunden erweitert.

Analog dazu wurde die „große“ Erste Hilfe Ausbildung der Hilfsorganisationen ebenfalls um

7 Unterrichtseinheiten gekürzt und mit der Ausbildung Lebensrettende Sofortmaßnahmen am Unfallort (für den Führerschein, 8 UE) verschmolzen.

Trotz Verkürzung der Unterrichtszeit wurde kaum Unterrichtsstoff weggelassen.

Verpflichtend ist nun auch die Demonstration im Umgang mit dem AED (Automatisierter Externer Defibrillator).

Betriebe und Zahnarztpraxen müssen ihre Mitarbeiter nun nur noch einen Tag, anstelle von vormals zwei Tagen, für die Grundausbildung von der Arbeit befreien, um die notwendige Anzahl an betrieblichen Ersthelfern zu erhalten.

An der Berufsschule findet die Erste Hilfe Ausbildung, erweitert durch den Stoff, den die Berufsgenossenschaft für die Erste Hilfe vorsieht, im Rahmen des  Lernfeld „Hygiene, Vorbeugung und Erste Hilfe“ der 10. Klasse statt.

Der Umfang des Kurses wurde nicht gekürzt und so konnten im Schuljahr 2014/2015 wieder 14 Stunden theoretischer Unterricht für die Auszubildenden als ZFA durchgeführt werden.

Im Schuljahr 2015/2016 wurden die ersten Wochen dazu genutzt  in jeder 11. Klasse 4 Stunden Erste Hilfe Praxis durchzuführen, was zusammen mit der theoretischen Ausbildung in der 10. Klasse dem der alten „großen“ Erste Hilfe Ausbildung entspricht.

Die Schüler erhalten neben der Zertifizierung als betriebliche Ersthelfer auch eine Erste Hilfe Bestätigung, die für den Erwerb des Führerscheins gültig ist. Mehrkosten oder mehr Zeitaufwand gibt es dadurch nicht.

Damit hat jede Schülerin aktuell eine Übung am Phantom zur Herz Lungen Wiederbelebung absolviert und da das Praxistraining speziell für diese Zielgruppe abgestimmt ist, auch mit Hilfsmitteln, die in einer  Zahnarztpraxis zur Verfügung stehen, wie den Beatmungsbeutel geübt.

Die Demonstration und Einweisung in den AED fand natürlich auch in der Berufsschule statt.

Die Schülerinnen müssen nach zwei Jahren wieder eine Fortbildung in Erster Hilfe besuchen (9 UE), um ihren Status als betriebliche Ersthelfer gemäß BGV  A1 zu erhalten.

 

Matthias Schmidberger

(Diplomhandelslehrer und Lehrrettungsassistent)